Re: Von Auvendell nach Silbrigmond
von Edhelviel » Fr 20. Jun 2008, 14:04
Auch während die Gefährten das Lager aufschlagen, bleibt Greven schweigsam.
Er wirkt abwesend und scheint noch sichtlich damit beschäftigt zu sein, sich über die Konsequenzen dessen klar zu werden, was die Gruppe im Grabmahl des vergessenen Königs in Erfahrung gebracht hat.
Thelios hingegen bricht das Schweigen, sein Gesicht ist vom Zorn gezeichnet.
Das flackernde Lagerfeuer wirft bedrohliche Schatten über sein hageres Gesicht, die Narbe wirkt fahl und gibt ihm eine unheimliche Aura.
"Diese verdammte Orkbrut!
Bei Solonor Thelandira diese Tiere haben den Tod verdient!
Mein Schicksal steht nun fest.
Ich werde gegen diese Scheusale vorgehen und meine Sippe rächen, so wahr Correllon Larethian dem schändlichen Gruumsh das Auge ausstach."
Edhelviel nickt bei diesen Worten zustimmend sagt aber nichts weiter dazu.
Nachdem das Lager steht nimmt Peri Schreibfeder und Papier zur Hand und beginnt , den Text vor sich hinmurmelnd, zu schreiben.
"In der Feste Rauvenwatch wurden wir von Captain Ultar zu Feldwebeln ehrenhalber befördert.
Dass mit diese Beförderung nicht nur ein höher Sold sondern auch ein grösseres Risiko für unser Leib und Leben einherging war mir törrichten Gnom zunähst nicht bewusst.
Die Argent Legion schickte uns gen Westen um den Verbleib einer vermissten Patrouille zu klären.
Wir sollten bis zu dem Dorf Auvendell reisen,unterwegs nach dem Rechten sehen und wieder nach Rauvenwatch Keep zurückkehren.
Das hörte sich nach einem leichten Auftrag für eine kampferprobte Gruppe wie die unsere an.
Doch was dann in den folgenden Tagen folgte hätte ich mir nichteinmal in den schlimmsten Albträumen erträumen können.
Auf unseren Weg fanden wir zunächst den übel zugerichteten Leichnam eines golden Drachen.
Unser Weggefährte Sir Akran Alteron,in dessen Adern Drachenblut fliesst war erbost über diesen schrecklichen Anblick.
Kurz darauf stiessen wir auf die vermisste Patrouille,oder das was von Ihnen übrig war.
Nachdem wir sie ein zweites Mal unter die Erde gebracht hatten setzten wir unsere Reise nach Auvendell fort.
Dort wurde uns zugetragen dass sich in der hiesigen Krypta und dem sich darunter befindenden Dungeon böse Mächte umhertrieben.
Unser Ehrgefühl,und nicht zuletzt die uns versprochene Belohnung zwangen uns in die Tiefen des Dungeons hinabzusteigen.
Nach zahlreichen Kämpfen fanden wir den Grund für diese Unruhe.
Die Diener Tiamats,des bösen Drachengottes waren hier am wirken.
Doch was suchten sie in diesen uralten Gemäuern?
Sir Akran,der wiederrum ein Kämpfer des guten Drachengottes Bahamuth ist,war von da an nicht zu bremsen.
Da konnte schonmal passieren, dass er vorlauter Tatendrang drohte in die Tiefe zu fallen.
Ich konnte ihn natürlich vor dem Schlimmsten bewahren indem ich meine mächtige Magie auf ihn wirkte.
Aber nun genug von meinen heldenhaften Taten.
Das Ziel der Schergen des Tiamat wurde uns alsbald offenbart.
Sie suchten den Speer "Guurgal",der angeblich von Gruumsh persönlich stammen soll und für die Orkstämme ein äusserst mächtiges Artefakt darstellt.
In einem finalen Kampf standen wir denen,die wir so lange verfolgten dann gegenüber.
Doch ein Kleriker des Gruumsh konnte mit dem Speer fliehen und,oh weh,unser teurer Telios wurde des Lebens beraubt.
Aber die Magie dieses Ortes erweckte ihn wieder zum Leben.
Unsere Freude darüber ist allerdings getrübt durch die Fucht vor einem bevorstehenden Kriege mit den Orkstämmen.
Mögen uns die Mächte des Guten beistehen.
Peridoc Varavan Dalaseg Siebenweg - 1.Woche des Kythorn im Jahre 1372