Währenddessen: "Also dann Hentrel, Callad, lasst uns aufbrechen." Die drei führen Ihren Plan aus und treffen sich "zufällig" an der Stelle, die ihnen Greven als Fundort der Leiche seines Glaubensbruders beschrieben hat. Thelios sucht sorgfältig nach Spuren und anderen Hinweisen, die in dem Fall interessant sein könnten. Auch versucht er Personen zu erspähen, die sich in der Nähe aufhalten und den Tatort möglicherweise beschatten...
Edhelviel führt Stedd und Peri zu Haus seines Bruders. Ein Elf in weiten Roben öffnet die Tür und mustert die drei Besucher. "Edhelviel." sagt der Elf kühl "Du bist wieder in der Stadt. Gab es keine Dörfer mehr zum niederbrennen?" "Ich freue mich auch dich zu sehen ,Galad." antwortet Edhelviel "Ich brauche deine Hilfe." "Meine Hilfe?" antwortet Galad erstaunt und fügt zynisch hinzu "Ich dachte es gibt keine Probleme die du nicht mit Blitz und Feuer lösen kannst?" "Wir können unseren alten Streit gerne drinnen fortsetzen , Galad." antwortet Edhelviel leicht bitter "Aber dieser Mensch hier ist ein Freund und muß für ein paar Tage untertauchen." "Und niemand würde ihm im Haus eines respektablen Künstlers vermuten , weswegen ich zu dir komme Bruder." "Soso , einer deiner Mordgesellen muß sich verstecken und du kommst zu deinem naiven Bruder , der sein Leben mit Malerei und Philosophie verplempert, und bittest ihn um Hilfe?" antwortet Galad mit beißendem Spot. "Ja ,das tue ich." Edhelviel seufzt "Galad , das Leben dieses Mannes ist in Gefahr. Er hat nichts Unrechtes getan und wir brauchen ein paar Tage Zeit um die Sache zu klären. Wenn du mir schon nicht helfen willst dann tue es der Gerechtigkeit zu liebe." "Wer sagt das ich dir nicht helfen werde?" antwortet Galad ruhig "Kommt rein und stelle mir deine Freunde vor. Und dann erzählt mir alles."
Der Brunnen im Park ist ein hübsches Kunstwerk und paßt so gar nicht zu einem Mordschauplatz. Eine Einhornstatue steht in der Mitte des Wasserbeckens und sprudelt plätschernd Wasser aus dem Horn. Die steinernen Wände des runden Wasserbeckens sind nicht besonders hoch , etwa bis zu den Knien , und es steht etwa ein halber Meter Wasser im Becken. Die Lichtung auf der der Brunnen steht ist in der Mitte eines kleinen Wäldchens und durch einen schmalen Pfad vom Hauptweg aus zu erreichen. Eine kleine steinerne Bank steht am Brunnen und läd zum verweilen ein. Alles in allem eine ruhige kleine Oase , ideal für Pärchen die etwas ungestört sein möchten.
Thelios untersucht die kleine Lichtung nach Spuren und findet etwa 1 Dutzend unterschiedliche Fußspuren , alle keinen Tag alt. Leider macht die Menge an Spuren es unmöglich zu sagen was genau passiert ist. Das einzige was Thelios mit Sicherheit bestimmen kann ist der Ort an dem Greven gelegen hat , ein großer Fleck niedergedrückten Grasses etwa 1,5 Meter vom Brunnen weg.
Kurz vor dem Eintreten zieht Stedd Edhelviel ein Stück zur Seite und flüstert ihm zu: "Ich nehme an, wir können Galad gegenüber offen sprechen, nicht wahr?"
Während Stedd, aka Greven, seinen Begleiter Edhelviel zur Seite zieht und ihn etwas fragt, schaut Callad sich an anderer Stelle im Park um, ob sich dort Bettler tummeln oder sogar ein kleines Lager aufgeschlagen haben, die man ggf. befragen könnte, ob ihnen in den letzten Tagen Personen aufgefallen sind, die sich in der Nähe des Brunnens aufgehalten und merkwürdig verhalten haben.
Nachdem Malak dem Gottesurteil zugestimmt hat , ziehen einige der Kossuthpriester mit einem schwarzen Pulver einen großen Kreis in die Mitte der umgebauten Scheune , direkt vor dem Altar des Feuergottes. Greven und Andor entledigen sich ihrer Ausrüstung und ihnen werden ihre Amtsroben gebracht in die sie schnell hineinschlüpfen. Dann greifen beide zu ihrer spiked chain , die züngelnde Flammen des Feuerlords, und betreten den Kreis. "Kossuth möge über euch richten!" spricht Malak laut und mit einem Nicken entfacht sich der Kreis aus Pulver und die beiden Kontrahenten stehen in einem Ring aus Feuer.
Peri wartet gespannt auf den Beginn des Duells. "Los Greven,ihr werdet siegen!" Feuert der kleine Gnom den Kossuthpriester an und ballt vor lauter Aufregung seine Fäuste bis die Knöchel weiss hervortreten.
Mit dem lodernden Feuer im Rücken blickt Greven abschätzig zu El-Marro: "Ihr seid ein Narr, ein Gottesurteil zu fordern. Damit ist euer Leben verwirkt. Ihr vermochtet gerade nicht einmal zu lügen und eure Unschuld zu beteuern. Wie könnt ihr da glauben, Kossuth würde euch erlauben einen seiner treuen Anhänger im Angesicht der heiligen Flamme zu töten?" Nach einer kurzen Pause fügt er hinzu "Aber es ist nur passend, wenn ich persönlich das Urteil vollstrecke.". Dabei fasst er seine Spike Chain fester und bewegt sich langsam auf El-Marro zu.
Ja, jetzt glaube ich es auch. Da liegt es kalt und reglos, wie ein alter Baum in Wintertagen und wir stehen drum herum wie die Toren und ergötzen uns an der Macht der Vergänglichkeit. Hilflos hadern wir unseres Schicksals, welches wir nicht kraft unserer eigenen Taten bestimmten...